Angst vor vergiftetem Fisch im Restaurant in Vietnam

Ob Trekking im Himalaya oder Strandurlaub in Thailand – Erfahrungen zu Reisen in den fernen Osten
michaelauswiesbaden
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Re: Angst vor vergiftetem Fisch im Restaurant in Vietnam

Beitrag von michaelauswiesbaden »

Ich nenne mich ja selber Computer Fach idiot. Nur wenn ich auf Verschiedenen Internet Seiten ständig die selben Texte von Thomas lese mit den selben links, frage ich mich was passiert wenn ich den Link anklicke ?!?!
mauri
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Re: Angst vor vergiftetem Fisch im Restaurant in Vietnam

Beitrag von mauri »

Ende der der Berichterstattung, schade!
thomas w
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Re: Angst vor vergiftetem Fisch im Restaurant in Vietnam

Beitrag von thomas w »

Ups, da habe ich wohl vergessen anzuklicken das ich über Antworten benachrichtigt werden möchte und sehe erst jetzt das es Fragen gibt.

Es gibt also folgende Fragen:
** Versteht einer das ??
** Kannst du uns mitteilen was das Ziel deiner Berichterstattung sein soll?
** Was er wirklich mit seinen Texten bezwecken will, sollte er doch mal schreiben.

Ich lebe in Hoian, da wo andere hinreisen um Urlaub zu machen. Nun gibt es mehrere Internetforums zu Vietnam, wo sich Urlauber, die nach Vietnam reisen wollen, nach Informationen zu Vietnam umsehen. Sie informieren sich hier über Visaregelungen, Transportmöglichkeiten, Sehenswürdigkeiten und vieles andere mehr. Das Essen gehört bei einigen Lesern sicher auch dazu.

Nun ereignet sich in ihrem Reiseland, etwa 200 Kilometer von uns entfernt, eine unschöne Geschichte, bei der das Meer vergiftet und Tonnenweise tote Fische an den Küsten Zentralvietnams angeschwemmt werden. Ich bekomme daraufhin Emails von meinen Gästen, die in Hoian am Strand Badeurlaub gebucht haben. Sie fragen mich ob da auch tote Fische am Strand liegen und ob man in Hoian im Restaurant überhaupt noch Fisch essen kann. Dabei kam mir eine geniale Idee. Ich dachte, ich kann diese Information auch anderen Urlaubern, die mich nicht kennen, zukommen lassen. Dazu sind Internetforen zu Vietnam ja wie geschaffen, um gezielt Informationen an Leute die demnächst nach Vietnam reisen wollen, zukommen zu lassen. Die öffentlichen Medien haben dieses Thema ja kaum aufgegriffen.

Es stellt sich später heraus, dass Fischer ihre tote Fisch die sie fangen, per LKW in den Norden und in den Süden verkaufen weil die Einwohner in Zentralvietnam keine Fische mehr essen. Als nächstes kommt heraus das Tonnen der angeschwemmten toten vergifteten Fische zu Fischmehl (Tierfutter) verarbeitet wird. Ob das Fleisch der Tiere, die diese verendeten Fische zu fressen bekommen haben ok ist kann ich nicht sagen. Unsere Grossfamilie isst es auf jeden Fall seit 2,5 Monaten nicht mehr. Dann die nächste Hiobsbotschaft. Es werden 30 Tonnen dieser verendeten Fische in tiefgefrohrenem Zustand entdeckt. Das Ziel war es, Gras über die Sache wachsen zu lassen und den verendeten Fisch erst nach mehreren Monaten auf den Markt zu bringen. Dabei kam mir wieder die geniale Idee, dass ich in weiteren Beiträgen die Urlauber im Forum auch darüber informiere.

Ehrlich gesagt wäre ich niemals auf die Idee gekommen, dass danach die Frage nach dem Zweck dieses Beitrages kommen könnte. Gibt es eigentlich auch Leser die den Sinn dieses Beitrages verstanden haben. Es würde mich sehr freuen wenn sich auch einer dieser Leser dazu kurz melden würde.


-- > Zur Zeit scheint er etwas frustriert zu sein, so mein Eindruck.
Ja, das stimmt. Seit Anfang Mai musste ich unfreiwillig zum Vegetarier werden. Zuerst kein Fisch, Schrips und andere Meeresbewohner mehr. Dann wurde das mit dem verseuchten Tierfutter bekannt und danach gab es auch kein Schwein und Kuh mehr. Das Essen das wir seit 2,5 Monaten haben ist nicht wirklich meine Sache. Ja, beim Mittag -und Abendessen bin ich immer etwas frustriert. Es gibt nur noch Reise mit Kürbis, Torfu, Wachsgutke, Schwammgurke, Zuchini, Aubergine, Tomate, Pilze und Salat.


-- > Nur wenn ich auf Verschiedenen Internet Seiten ständig die selben Texte von Thomas lese…..
So ging es mir die letzten Tage auch mit dem Asylbewerber der bei Würzburg die Axt –und Messerattacke gemacht hat. In allen möglichen verschiedenen Fernsehendern und in verschiedenen Zeitungen immer die gleichen Texte. Es hätte doch völlig gereicht wenn es nur in dem Sender gekommen wäre, den ich immer anschaue ;-)


-- > Ende der Berichterstattung, schade!
Nun ja, es hat sich seit der letzten Meldung mit der Schuldanerkennung und der Strafzahlung von 500 Millionen USD nichts mehr getan. Alles was ich seither gehört habe sind nur Gerüchte und wenn ich das Poste wird gleich nach der Quelle und Beweisen gefragt. Ich bin noch am abwarten bis ich Quellangaben mit Links dazu habe.

Die Gerüchteküche sagt aktuell folgendes:
Der Bürgermeister hat sich mit der Stahlfirma geeinigt, dass sie die restlichen Chemikalien / Abfälle am Festland entsorgen können. Es gibt am Stadtrand eine Müllkippe und da wurde angeblich ausgegraben und das Zeug entsorgt und wieder zugegraben. Nun ist man dabei festzustellen wie dadurch das Grundwasser und die Flüsse in der Umgebung vergiftet wurden. Berichte in Tageszeitungen gibt es dazu noch nicht oder ich habe sie nicht mitbekommen.


Viele Gruesse aus Hoian
Thomas & Kim Yen
thomas w
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Re: Angst vor vergiftetem Fisch im Restaurant in Vietnam

Beitrag von thomas w »

Nun gab es nahezu 2 Monate keine wirklich brauchbaren Meldungen mehr zu dieser Geschichte. Die Bürger des betroffenen Küstenabschnittes fragten die Obrigkeit ob man im Meer wieder baden kann und ob Fisch wieder unbedenklich gegessen werden kann. Dazu 2 Monate keine Reaktion der Regierung.


Am 22.August 2016 dann dieser Bericht in der Zeitung “VN Express International”.
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http://e.vnexpress.net/news/news/formos ... 56368.html


Formosa toxische Katastrophe:
können Fische in Zentral-Vietnam jetzt wieder sicher gegessen werden?
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Eine lange erwarteter Bericht der Regierung gibt auf die wichtigsten Fragen keine Antworten. Am 22.08.2016 fand eine Pressekonferenz unter dem Vorsitz von Minister für Umwelt und natürliche Ressourcen (Herr Tran Hong Ha) statt. Die vietnamesische Regierung hat nicht verbindlich gesagt, ob es nun entlang der Küste in Zentralvietnam sicher ist, Fische zu fangen und zu essen. Stattdessen haben die betreffenden Behörden nur gesagt, dass die Küste zum Baden wieder sicher ist. Somit hat die Regierung ihre Beurteilung der Umweltschäden, die durch Formosa Ha Tinh Stahl entlang eines 200 Kilometer langen Küstenabschnittes passiert sind, abgeschlossen.

Es wurde bestätigt, dass bei dem Chemieunfall schädliche Chemikalien wie Phenol, Cyanid und Eisenhydroxid ins Meer gelangten die für die Katastrophe verantwortlich war. Es bleibt jedoch unklar, ob die Qualität des Wassers innerhalb von 20 nautischen Meilen von der Küste zum fischen sicher ist.

Auf der Konferenz wurden Berichte vorgelegt von:
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* Umweltministerium.
* Gesundheitsministerium.
* Direktor des Instituts für Umwelttechnologie
* Friedhelm Schroeder, ein deutscher Wissenschaftler.


Ich übersetze nun nicht alles sondern führe hier nur einige der Fakten auf.
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* Die vom Stahlwerk in das Meer abgeleiteten toxischen Chemikalien zeigen verdünnungserscheinungen.
* Einige Schadstoffe wie Phenol sind aber immer noch in relativ hohen Konzentrationen vorhanden.
* Das marine Ökosystem, Korallenriffe, Seegras und andere Meeresressourcen, die schwer beschädigt wurden, haben damit begonnen sich zu erholen.
* Die chemischen Rückstände in Fisch und Meeresfrüchten würden zurückgehen.
* Es bleibt weiterhin unklar, ob der Fisch in der Gegend jetzt sicher gegessen werden kann.
* Die Fischer sollten besser noch nicht zur Arbeit zurück gehen.
* Die Behörden schätzen, dass Fischfänge von 1.600 Tonnen pro Monat ausgefallen sind.
* 140 Tonnen Fisch, 67 Tonnen Austern und 16 Tonnen Garnelen seien als Folge der Katastrophe gestorben.
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Gestern, am 28.August 2016 nun dieser Bericht in der Zeitung “VN Express International”.
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http://e.vnexpress.net/news/news/don-t- ... 59650.html

Gesundheitsbehörden:
Essen Sie keinen Fisch der in Zentralvietnams Küste gefangen wurde.
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Die Fänge können noch giftige Chemikalien enthalten. Die Vietnamesischen Lebensmittelsicherheitsbehörden warnen vor dem Essen von Meeresfrüchten die an der zentralvietnamesischen Küste der vier betroffenen Provinzen gefangen werden.

Nun könnte ich wieder alles was oben schon steht hier her kopieren. Das mache ich aber nicht und bringe an dieser Stelle nur die wenigen neuen Fakten des Berichtes.

* Direktor des Ministeriums für Lebensmittelsicherheit sagt, gründliche Recherche und eine strenge Überwachung durch das Ministerium für Gesundheit sind notwendig, um sicherzustellen, dass es sicher ist den Fisch zu essen. Er fügte hinzu, dass das Gesundheitsministerium, die von einem Team von Experten und Wissenschaftlern unterstützt werden, zu einem endgültigen Abschluss Anfang September kommen werden.

Weiter heisst es eigentlich nur noch das sie mehr Zeit brauchen um alles richtig zu bewerten und genügend Proben machen zu können.

Zumindest wurde nun ja wieder mal ein Termin Anfang September genannt. Ich bin sehr gespannt ob dieser Bericht vom Ministeriums für Lebensmittelsicherheit schon vor dem 14.September kommt.


Ps. Ich sehe das wir bis jetzt alles richtig gemacht haben. Wir sind nun schon volle 4 Monate Vegetarier und baden gehe ich nur noch in Swimmingpools der Hotels in Hoian



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Thomas & Kim Yen
thomas w
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Re: Angst vor vergiftetem Fisch im Restaurant in Vietnam

Beitrag von thomas w »

Eine Prüfung durch das Gesundheitsministerium hat gezeigt, dass Tiefseefisch der entlang der zentralvietnamesischen Küste gefangen wurde, in diesem Jahr noch nicht sicher für den Verzehr ist.


Die vietnamesische Tageszeitung “Tuoi Tre News” hat Gestern das neueste von der Pressekonferenz des Gesundheitsamtes, berichtet. Siehe unter diesem Link:
http://tuoitrenews.vn/society/37166/fis ... h-ministry


Während einer Pressekonferenz am Dienstag morgen (20.09.2016) gab der Stellvertretende Minister für Gesundheit Nguyen Thanh Long die Testergebnisse der Fischqualität in Zentralvietnam bekannt.

Laut dem stellvertretenden Minister Nguyen Thanh Long wurden dazu 1.040 Fischproben aus der lokalen Umgebung untersucht. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass alle Proben von „pelagischen Fischen“, nämlich Thunfisch, Makrele, Pompano, Hering, und andere, keine giftigen Substanzen enthielt. Jedoch bei 132 Proben von Meerestieren die in grösseren Tiefen leben, darunter Garnelen, Krabben, Tintenfisch und Rochen wurden unter anderem Phenol, eine schädliche chemikalie festgestellt.

Aufgrund der Testergebnisse, schloss die Gesundheitsbehörde, dass alle Fische der oberen Schicht des Ozeans sicher zum essen sind.

Der Stellvertretende Minister für Gesundheit Nguyen Thanh Long empfahl, dass keine Meerestiere die im tieferen Gewässer gefangen werden, gegessen werden sollten.

In einem Interview mit Tuoi Tre News am Dienstag, sagte ein Beamter aus dem Ministerium für Gesundheit, dass die Kontrollen weitergehen würden, bis alle Fische völlig sicher erachtet werden. Er garantiert auch, dass die Fische für den Verzehr 20 nautische Meilen vor der Küste gefangen wurden.



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Re: Angst vor vergiftetem Fisch im Restaurant in Vietnam

Beitrag von thomas w »

.
In der Tageszeitung “Vorallberger Nachrichten” ist am 13.10.2016 mal wieder ein Beitrag zum Fischsterben in Deutsch erschienen.

Siehe unter diesem Link:
http://www.vorarlbergernachrichten.at/w ... registered

Die Fischer in Vietnam kämpfen ums Überleben
Massenweise tote Fische wurden angespült. Dutzende halfen, die stinkenden Tierkadaver zu entfernen. Nach einer Chemiekatastrophe in Vietnam ist das Wasser vergiftet – über 100 Tonnen tote Fische an Land gespült.

Hanoi. Aus dem taiwanesischen Chemiekonzern Formosa Plastics gelangten im Frühjahr giftige Abwässer ins Meer. Unzählige tote Fische wurden an die Küste gespült. Die Angst vor vergifteten Meerestieren ist seitdem allgegenwärtig. Immerhin erklärte die Regierung jetzt, dass die Küstengewässer noch immer durch giftige Chemikalien hoch belastet sind. Phenol ist dabei einer der gefundenen Hauptgiftstoffe. Wer langfristig kleine Dosen zu sich nimmt, schädigt seine Organe. Für Fischer und Händler ist die bleibende Gefahr eine Katastrophe. „Alle hier wissen von dem Vorfall, deswegen möchte keiner unsere Produkte kaufen“, erzählt Luu Thi Lan, eine 52-jährige Meeresfrüchteverkäuferin. Seit April seien ihre Verkäufe um fast 90 Prozent zurückgegangen. Damals wurden die ersten toten Fische an die Küste gespült. Innerhalb von zwei Monaten wurden mehr als 100 Tonnen tote Fische entdeckt. Vietnams Premierminister Nguyen Xuan Phuc spricht von der „schlimmsten Umweltkatastrophe, die es jemals in Vietnam gab“.

Zwar hat Formosa der viet­namesischen Regierung rund 450 Millionen Euro gezahlt, um die betroffenen Fischer zu entschädigen. Doch die Regierung hat das Geld bisher nicht verteilt. Zudem wies am Montag ein Gericht eine Schadenersatzklage von Hunderten Fischern zurück. Die Fischer hätten keine ausreichenden Dokumente vorgelegt, um ihren finanziellen Schaden durch das Fischsterben nachzuweisen, hieß es zur Begründung.

Doch nicht nur Fischer und Händler, sondern auch der Tourismus spürt die Folgen der Katastrophe, allen voran die Restaurants. In der Provinz seien die Einnahmen der Restaurants eingebrochen. Und nicht nur in Vietnam sind die vergifteten Meeresfrüchte unerwünscht. Auch der Export leidet. Im Jahr 2015 war er noch umgerechnet sechs Milliarden Euro schwer, in diesem Jahr fürchten Fabriken den Bankrott.


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Re: Angst vor vergiftetem Fisch im Restaurant in Vietnam

Beitrag von thomas w »

Es gibt seit langem mal wieder einen Bericht zu diesem Thema. Jemand der öffentlich von diesem Thema Bilder und Videos verbreitet hat ist jetzt zu 7 Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Siehe unter diesem Link:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/v ... 80477.html


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