Polarlichter jagen im finnischen Wintermärchen

Hier geht´s um Reisen im good old Europe: Welche Länder und Städte lohnen sich, was gibt´s für Möglichkeiten und vieles mehr.
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Mitch Swift
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Polarlichter jagen im finnischen Wintermärchen

Beitrag von Mitch Swift » Mo 2. Apr 2018, 12:11

Peoplz – mein letzter Urlaub führte mich in den wundervollen Norden Finnlands, nach Leppäjärvi in Enontekiö (Finnisch Lappland). Wir verbrachten eine wundervolle Zeit in der Natur, jagten Polarlichter, gingen wandern, besuchten eine Rentierherde, badeten in Eislöchern und nahmen an einer Husky Safari teil. Meine Erfahrungen habe ich in einem kurzen YT Video zusammengeschnitten, was ich an der Stelle gerne teilen möchte.

https://www.youtube.com/watch?v=bjLT0L38_Bs

Viele Menschen denken an Rovaniemi oder Levi, wenn sie an den finnischen Teil Lapplands denken. Wir waren auf der Suche nach einer Bleibe fern ab vom touristischen Troubel und – in der Hoffnung auf Polarlichter – auch fern ab von künstlichem Licht. Man wird schnell feststellen, dass es zahlreiche Optionen gibt und unsere Wahl fiel letzten Endes auf ein traumhaft gelegenes Chalet in Leppäjärvi, einer winzigen Siedlung ca. 18 Kilometer von Hetta und somit jeglicher „Zivilisation“ im klassischen Sinne entfernt.

Zeitpunkt unserer Reise war Anfang März, was sich statistisch gesehen besonders gut für die Sichtung von Polarlichtern eignet.

Von Frankfurt flogen wir über Helsinki weiter nach Kittilä und nahmen dort unseren Mietwagen in Empfang, mit dem es ca. 170 km weiter nordwärts nahe die Norwegische Grenze ging. Gelegen an einem großen gefrorenen See und umgeben von Wald wurden wir von den herzlichen Eigentümern der wenigen Chalets um den See empfangen und verbrachten einen traumhaften Urlaub.

Das Wetter war hervorragend. Das Thermometer sank tagsüber auf ca. -9 bis -23 Grad und nachts teilweise bis -33 Grad. Meistens kam die Sonne durch, die Luft war trocken und ab und zu lagen Schneekristalle in der Luft.

Es fühlt sich an, als wäre die Zeit stehen geblieben. Die Tage füllten sich spielend mit schönen Aktivitäten wie Spazieren, Schneemobil fahren, mit den Hunden der Eigentümer rumspielen oder schönen Ausflügen. Eine große Rentierherde residierte ca. 40 Minuten Autofahrt von uns, wir nahmen an einer sehr schönen Husky Safari bei Hetta Huskies teil und schlugen ein Eisloch in die ca. 80-100 cm dicke Eisschicht.

Die Abende wurden meistens mit einem Saunagang und baden im Eisloch eingeläutet. Danach sahen wir von unserem Chalet den Sonnenuntergang und bereiteten uns auf die Jagd nach Polarlichtern vor. Bei offenem Feuer, eingedeckt mit Speis und Trank und mit der Hilfe Smartphone Apps, war dieser allabendliche Prozess sehr gemütlich und aufregend. Trotz mauer Wettervorhersage waren wir vom Glück gesegnet und sahen fast jeden Abend mehr oder weniger intensive Polarlichter über dem zugefrorenen See. Ein wahrhaft magisches Erlebnis.

Es bedarf sehr guter Kleidung, um in solcher Kälte über die Runden zu kommen und ein guter Mietwagen ist Pflicht. Wir hatten das Glück eines Upgrades und hatten einen Mittelklasse SUV mit 4x4 Antrieb und Spikes. Wer zudem Polarlichter fotografieren möchte benötigt eine gute Kamera, ein Stativ und sollte wissen, wie man Belichtungszeit, sowie die Blende und ISO Werte einzustellen hat.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass dieser Urlaub in Lappland zu den schönsten Erfahrungen meines Lebens gehört und ich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wieder an genau diesen Ort zurückkehren werde. Ein Besuch ist daher uneingeschränkt zu empfehlen :)

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