3 Wochen Thailand/Kambodscha - Reiseroute sinnvoll?

Ob Trekking im Himalaya oder Strandurlaub in Thailand – Erfahrungen zu Reisen in den fernen Osten
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TimeOut
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3 Wochen Thailand/Kambodscha - Reiseroute sinnvoll?

Beitrag von TimeOut » So 15. Nov 2015, 15:36

Hallo zusammen,

wir haben 23 Nächte und 22 Tage für unsere Reise zur Verfügung. Ankunft ist in Bangkok, Rückflug ebenso. Hier ist unsere vorläufige Route:

- Ankunft in Bangkok, ca. 3 Tage Aufenthalt

- Weiterflug nach Siem Reap, ca. 3 Tage für Angkor Wat

- Weiterreise nach Phnom Phen, 2 Tage Aufenthalt
--> 1. Frage: Wie kommt man von Siem Reap am schlausten hier hin und was sind eure Erfahrungen bezüglich der Reisedauer?

- Weiterreise nach Koh Rong
--> 2. Frage: Wie reist man hier am besten hin? Ist Koh Rong wirklich schöner als Sihanoukville? Habt ihr Alternativvorschläge?

- Aufenthalt ca. 4/5 Tage auf Koh Rong [oder Alternative]
--> 3. Frage: Was kann man hier am besten unternehmen?

- Weiterreise zurück nach Thailand mit 4/5 Tagen Aufenthalt
--> 4. Frage: Wohin in Thailand? Wir hatten Koh Chang und umliegende Inseln ins Auge gefasst. Wie sind eure Erfahrungen dort? Habt ihr Alternativvorschläge?
--> 5. Frage: Nimmt man besser den Landweg oder Wasserweg? Wie läuft das mit der WIEDEReinreise? Brauch man da ein spezielles Visum für oder bekommt man einfach eine erneute Einreiseerlaubnis?

- Zurück nach Bangkok, nochmal 1/2 Tage Aufenthalt vor Rückflug nach Deutschland

Das ist schon sein sehr knapper Zeitplan, wie uns beim Schreiben aufging. Daher sind wir sehr dankbar für eure Hinweise insbesondere im Hinblick auf die Transportwege. Was Aktivitäten und Locations angeht: Wir sind keine Partypeople. Full Moon Parties und dergleichen sind uns absolut gar nichts. Wir mögen Natur, Trekking/Wandern und nationales Essen. Wir freuen uns auf eure Ideen und Erfahrungen :) Auch Tipps zu Unterkünften ohne Bettwanzen nehmen wir gern entgegen.

Grüße aus B-Town!

NoFastFood
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Re: 3 Wochen Thailand/Kambodscha - Reiseroute sinnvoll?

Beitrag von NoFastFood » So 15. Nov 2015, 17:19

zur 1. Frage:
Mit dem Bus (5-6 Stunden + x) unter 10 US$ mit einer Pause
mit dem Minibus (4-5 Stunden) um 10 US$ mit einer Pause
mit dem Boot in ca 7 Stunden für rund 35 US$, wobei der Wasserstand hoch genug sein muss. Nur die erste und die letzte Stunde sind interesant, ansonsten ist es nur eng und laut und m.E zu teuer für das Gebotene.

zur 2. Frage:
Die Inseln sind schöner als die Strände von Sihanoukeville. Hin kommt ihr über Sihanoukeville. Wüßte nichts anderes.

zur 3. Frage:
Strand, Natur und sonst nichts

zur 4. Frage:
keine Erfahrung, bzw viel zu alte Erfahrung

zur 5. Frage:
Ihr bleibt innerhalb der (alten) 30Tage und überschreitet diese nicht. In so weit braucht ihr kein Visum. Haltet bei der einreise euer Rückflugticket nach DE bei der Einreise griffbereit. Es könnte sein, das ihr es braucht. Entscheidet euch vor Ort, welche Variante (Land oder Wasser) ihr nehmen wollt.
Wegen der Wiedereinreise schaut nochmals auf der Seite der thail.Botschaft unter den FAQ, dort steht es auch beschrieben.
Es änderte sich in den letzten Monaten immer wieder etwas.

Übernachtungen
Sien Reap: Mums Guesthouse, etwas abseits, geht so, mit Pool, Frühstück auch gut, liegt recht zentral und trotzdem ruhig. Nehmt die besseren Zimmer, Service ist ok. Wanzenbefaftet ist das billige YellowGH. Die Auswahl an Unterkünften in SR ist riesig.

Phnom Penh: wenn es etwas besonderes sein soll, dann das bluelime oder das Partnerhotel (lemon....?? irgendwas) Beide sind super, kosten aber um die 50 US$. Beide sind halt was besonderes :cool: Gönnt euch was. Die Pizza dort ist Spitzenqualität und nicht teuer (Pizza muss auch mal sein).
Billiger, viel einfacher und zentraler ist das VelkomenGH, aber zu empfehlen. Viele billige GH in PNH sind dreckig und nicht immer ganz sicher, das solltet ihr wissen. Wenn ihr aber bei den billigen rechnet, müsst ihr immer ein Frühstück extra rechnen, es ist kein Pool dabei, die Zimmer sind dunkel und teilweise ohne Fenster. Es rechnet sich wirklich. Beide Vorschläge sind nur über deren HP zu buchen.

PS wenn ich eine Untertkunftsempfehlung abgeben, dann ist der Laden wirklich gut und abseits jeder Massenware.

TimeOut
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Re: 3 Wochen Thailand/Kambodscha - Reiseroute sinnvoll?

Beitrag von TimeOut » Di 17. Nov 2015, 23:19

Vielen Dank dir für die ausführliche Antwort!
Was ist denn für dich ein "billiges" Guesthouse? Wir finden 50 Dollar die Nacht im bluelime schon recht teuer für Südostasien. Das Partnerhotel mit "lemon irgendwas" haben wir im Internet leider nicht gefunden. Naja, nicht schlimm. Pizza muss nicht unbedingt sein, auch wenn sie gut ist ;-) In Sri Lanka kam ich gut und gern 3 Wochen aus und es gab morgens, mittags, abends Curry. Das Velkomen Guest House sagt uns ziemlich zu und um das Yellow Guest House machen wir 'nen Bogen. Kakerlaken, Skorpione, Schlangen, alles kein Problem, im Gegenteil. Alles, was man aus dem Schuh schütteln kann ist in Ordnung. Aber Bettwanzen sind für mich der Horror, erst Recht weil sie im Gepäck mit nach Hause landen könnten.

Hat vielleicht noch jemand einen Tipp für eine Unterkunft in Bangkok? Das Angebot im Internet ist schier unüberschaubar.

Auch sind wir dankbar über Erfahrungen aus Koh Chang. Wir sind jetzt schon hin- und her gerissen, ob die Insel(gruppe) überhaupt sehenswert oder nicht schon zu touristisch und überteuert sind. Aber wenn man sich unsere Route und den vorherigen Stop in Koh Rong (Kambodscha) anschaut, hat man ja schon fast gar keine andere Wahl mehr? Hilfe, Geheimtips hier her! :)

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Re: 3 Wochen Thailand/Kambodscha - Reiseroute sinnvoll?

Beitrag von NoFastFood » Di 17. Nov 2015, 23:48

Ganz so spartanisch wie früher bin ich halt nicht mehr unterwegs und ein bischen Luxus muss jetzt sein, manchmal sind es auch ganz einfach zimmer für 5 € oder 7 €. Die gibt es nicht in den Städten. Der richtige Mix macht es halt aus. So gebe ich im Mittel knapp über 20€ für für eine Nacht aus.

Das Blue Lime ist eine Ausnahme in Leistung und Preis. Es scheint euch zu teuer zu sein. Macht nichts.
Ein billiges Guesthouse in Phnom Penh liegt bei 10-15 US$.
Gegenüber vom Velkomen Guethouse gibt es auch das Hostel vom Velkomen Guesthouse. Das ist billiger.

Eine Unterkunft in Bangkok könnte für euch das Erawan Guesthouse sein.
New World City Hotel für um die 30€, das Roof View Place (15€ EZ, 30€ DZ mit Frühstück),
Mit Partnerin gehe ich am liebsten in das Chillax Resort (zu teuer).
Bangkok ist teurer geworden, leider.
Alle liegen etwas abseits und sind doch mittendrin.

TimeOut
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Re: 3 Wochen Thailand/Kambodscha - Reiseroute sinnvoll?

Beitrag von TimeOut » Mi 18. Nov 2015, 09:34

Da wir leider mit 3 Wochen knapp an der Zeit sind, haben wir leider nicht die Gelegenheit in abgeschiedeneren Gefilden Land und Leute kennenzulernen und günstig zu übernachten. Wir sind beide Berufsanfänger frisch aus dem Studium mit großen Vorstellungen, aber ohne großes Portemonnaie.

Phnom Penh: Ich muss zugeben, das Bluelime sieht schon wirklich, wirklich gut aus. Du scheinst von diesem Hotel sehr überzeugt zu sein, hast es auch schon in einigen anderen Beiträgen empfohlen. Eventuell könnte ich meinen Partner dazu überreden, daraus ein Weihnachtsgeschenk zu machen :rolleyes:

Bangkok: Also das Chillax Resort hat ja in etwa den Preis eines deutschen 3,5 - Sterne Hotels und dafür sieht es echt wahnsinn aus! Ein Pool auf dem Dach und diese kitschigen Betten, ich bin ja echt geflasht. Aber vermutlich wird es eins deiner anderen drei Empfehlungen werden. Tausend Dank dafür!

Muri91
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Re: 3 Wochen Thailand/Kambodscha - Reiseroute sinnvoll?

Beitrag von Muri91 » Mi 18. Nov 2015, 11:58

Betreffend den Khmer Inseln; schaut euch auch die Alternativen Koh Rong Samloem oder Koh Tansay an. Ich persönlich war letztes Jahr auf Koh Rong Samloem, und mir persönlich wurde es dort nach 2 Tagen zu langweilig - ich denke, ich bin halt weniger der Strandmensch. :)

Strom aus Generatoren, viele Mücken, kein fliessend Wasser aber dafür relativ teure Bungalows für die Leistung. Es gibt dort für den etwas schmaleren Geldbeutel auch einige Dormitory für etwa $5. Auf Samloem gibt's auch eine Tauchschule, wenn das was für euch wäre. Aber tauchen würde ich persönlich eh eher in Thailand oder in Indonesien.

Schaut euch sonst mal meinen damaligen kurzen Reisebericht dazu an.

http://murismisadventures.blogspot.ch/2 ... d-and.html
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TimeOut
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Re: 3 Wochen Thailand/Kambodscha - Reiseroute sinnvoll?

Beitrag von TimeOut » Mi 18. Nov 2015, 15:19

Danke Muri91,

ich habe deinen Blog gelesen (fast ganz durch mit Thailand, Kambodscha folgt). In welchem Hotel (Hotels?) in Bangkok warst du denn?

Du hast meine schlimmsten Befürchtungen über Sihanoukville irgendwie bestätigt. Aber irgendwie habe ich jetzt auch Angst, dass uns Koh Rong zu langweilig wird. Ich mag den Strand zwar, aber mehr als zwei Tage kann ich auch nicht rumliegen und nichts tun. Das kann ich nichtmal hier in Good Old Germany.

Kannst du etwas über Koh Chang sagen und was man dort tun kann? Oder sollten wir doch irgendwie nochmal in den Flieger steigen und eine andere thailändische Insel(gruppe) besuchen? Mich würde auch interessieren, wieviel dein Tauchschein gekostet hat und wie lange das insgesamt gedauert hat.

LG aus Berlin mit immer mehr Vorfreude dank euch zwei bisher

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Re: 3 Wochen Thailand/Kambodscha - Reiseroute sinnvoll?

Beitrag von Muri91 » Mi 18. Nov 2015, 19:59

In Bangkok war ich (schon zwei Mal) im Saphaipae Hostel, im etwas moderneren Silom-Bezirk aber trotzdem mit bester Verbindung zu Skytrain und Flussfähre.

http://www.saphaipae.com/

War absolut OK für ein Backpacker Hostel. Wenn man aber etwas auf die Suche geht, geht es auf jeden Fall günstiger und noch besser. Dafür ist man dort etwas ferngeblieben vom Trubel der Khao San Road und dergleichen.

Für eure erste Unterkunft könnt ihr ruhig etwas mehr ausgeben, denke ich mal. NoFastFood hat schon einige gute Tipps abgegeben. Überlegt euch auch ob ihr lieber mit den typischen Backpacker abhängen wollt oder lieber doch ein anständiges Einzelzimmer haben wollt. Anfänglich war ich nur in Hostels / Dorms unterwegs, nach einigen Monaten ging mir das Backpackertum aber etwas auf den Wecker. :)

Und ja, ich war eher weniger angetan von Sihanoukville. Dennoch bleibt mir nur zu sagen, dass Geschmäcker halt unterschiedlich sind. Du wirst auf Reisen sicher einige Backpacker von "Snooky" schwärmen hören, von anderen wiederum eher fluchen. Wie gesagt, lies dich mal auf anderen Reiseblogs, -berichten oder Guides mal herum, welche Strandlocation dir am ehesten passen könnte und wie du dir sie in die Route einbauen könntest. Und Achtung; Koh Rong ist nicht Koh Rong Samloem. Ich war nur auf letzteren. :)

Über Koh Chang kann ich aus Erfahrung leider auch nichts sagen, sorry. Thailand hat sich in der Vergangenheit einen Namen gemacht betreffend günstigen Tauchscheinen, aber mittlerweile gibt es sicher weltweit auch günstigere Länder. Auch von den Locations her habe ich durchwegs gehört, dass tiefer im Süden bei Indonesien das Tauchen spektakulärer sein soll - eventuell fliege ich nächstes Jahr auch hin.

Für den Open Water-Tauchschein legt man in der Regel US$250 bis US$300 hin, ich kann aus Erfahrung auch nicht sagen, ob es irgendwo in Thailand günstiger geht. Soweit ich mich erinnere, waren das etwa 4 Tage von Anfang bis Abschluss. Wie du vielleicht schon gelesen hast war ich auf Koh Tao, bei der http://www.bigbluediving.com/ (kein Spam oder Werbung). Koh Tao ist so in etwa die offensichtlichste Location in Thailand zum Tauchen lernen, es hat auch entsprechend viele Backpacker dort. Aber ich fand's dennoch ziemlich OK für den Anfang.

Meine Devise; schau mal ob noch andere Tipps und Vorschläge hier reinprasseln und lies dich etwas im Internet rum. :cool:
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Re: 3 Wochen Thailand/Kambodscha - Reiseroute sinnvoll?

Beitrag von TimeOut » So 23. Apr 2017, 19:46

Hallo zusammen!
Da ich verstärkt feststelle, dass nach den ganzen Ratschlägen oft kein Reisebericht mehr folgt, möchte ich zumindest selbst diesem entgegenwirken.

Die 3 Wochen Thailand & Kambodscha haben super geklappt - soviel kann ich jedenfalls sagen. Es war ein recht straffer Zeitplan, aber ich glaube es geht auch noch viel schlimmer. Daher kann ich diese Route weiterempfehlen für alle, die sich in die Kategorie "Flashplacker" (oder wie auch immer sich das "schimpft") einordnen würden. Summa summarum kamen wir inkl. Flügen, Unterkünften, Essen, Souvenirs, Eintrittgelder auf 1700 € pro Person.

Bei Ankunft in Bangkok haben wir im Grand Sathorn übernachtet. Das war ganz schrecklich! Typisch "von aussen ***** , von innen pfui". Das Bettgestell war marode, zerfressen von was weiß ich nicht was, unter dem Bett fanden wir abgeschnittene Fußnägel, Staubflusen ohne Ende und einen Flip Flop. Die Matratze war übersät von kleinen, schwarzen Punkten. Erfahrene und/oder belesene Traveller wissen, was das heißt.

Abgesehen davon, Bangkok ist super! Streetfood, der große Palast, Märkte (Chatuchak war cool!), die Gegensätze zwischen Gegenwart und Tradition. Man kann gut zu Fuß oder mit der Metro fahren. Am meisten haben wir aber tatsächlich das Boot benutzt. Es gibt "Tourist Boats" - die sind nur teurere Varianten der Linienboote, fahren aber die gleichen Strecken den Fluß hoch und runter. Man nimmt am besten nicht die Touristenboote, sondern die Boote, die durch eine orangefarbene oder gelbe Flagge gekennzeichnet sind (das sind die normalen). Die Fahrt wird an Bord bezahlt, der Verkäufer kommt rum.

Zur Einreise nach Kambodscha in Siem Reap kann ich die Einreise über den Flughafen wärmstens empfehlen! Wir hatten dadurch überhaupt keinen Stress mit vermeintlichen Betrügern und der Flug von Bangkok nach Siem Reap ist sehr kurz (man schafft es gerade so die Arrival Card ausfzufüllen).
In Sieam Reap einen groooooßen Bogen um die Pubstreet machen! Es sei denn man möchte sich die Abgründe des Massentourismus mal vor Augen führen. Wir waren schockiert von der irren Beschallung (eine Kneipe/Disko versucht die nebenan zu übertönen = totales Musikchaos), den zügellosen und heillos betrunkenen Backpackern und hatten Mitleid mit den Einheimischen, die sich entweder als Prostituierte oder andere Dienstleister versuchten - eine sehr unasiatische Lebensweise.

Angkor haben wir an zwei Tagen durchgekloppt (je 11 Stunden, einmal die "große Runde" und einmal die "kleine Runde" - unseren Lieblingstempel Angkor Thom haben wir zu Fotografierzwecken zweimal besucht). Hatten einen TukTuk-Fahrer, der mit unserem Hotel in Verbindung statt. Wir nächtigten in der Villa Um Theara - sauber und sehr freundlich und schöner Pool. Frühstück sehr reichlich! Man sollte sich in den Tempeln wirklich treiben lassen. Macht euch keinen Stress, Angkor Wat zu dieser oder jener Tageszeit zu sehen. Gegen Mittag in der Hitze sind die Touribusse und Massen an asiatischen Touristen fast verschwunden und wir sind mit genügend Trinkwasser stundenlang in den Tempeln umher gewandert und hatten wirklich unsere Ruhe.

Von Siem Reap nach Phnom Penh sind wir mit dem Bus gefahren. Die Fahrt war lang und die Sitzgurte funktionierten nicht, obwohl wir mit der angeblich "renommiertesten" Busgesellschaft fuhren. Naja, ging alles gut. An Phnom Penh hat uns eigentlich nur die Promenade und der Palast gefallen - sowie ein großer Markt. Obwohl wir "dreckige, chaotische, asiatische Städte" sehr mögen, war uns das in PP etwas zu viel. Leider hat die Unterkunft nicht viel zum Wohlbefinden beigetragen. Wir nächtigten im Velkomen Guesthouse wie von NoFastFood empfohlen. Das positive zuerst: die Matratze war neu und super (überhaupt nicht durchgelegen) und es gab richtiges (!) Toilettenpapier (d.h. nicht gefühlt nur eine halbe Lage, sondern 3!). Das negative: Unser Zimmer hatte einen "Ausblick" auf eine 50 cm entfernte Betonwand. Nebenan direkt Baulärm. Und leider war der niederländische Besitzer nicht besonders freundlich, was wir verkraften können. Aber wirklich verärgert hat er uns mit seinem Fahrertipp nach Silk Island. Er empfahl uns einen Fahrer, der uns 30 $ für diese Fahrt abknöpfte (15 wären wohl normal gewesen). Wir fuhren mit dem TukTuk Richtung Fähre, setzten auf der Fähre über nach Silk Island und dort fuhr er uns herum. Jedenfalls gab er das vor. Tatsächlich wurden wir zu befreundeten Familien geführt, die uns Fabrikware and Seidenschals andrehen wollten und uns beim vermeintlichen Weben der Seide zusehen ließen. Als wir darum baten, die wirklichen Herstellungsorte der Seide zu sehen (mit Seidenraupen und hochwertiger Seide) wurden uns Lügengeschichten aufgetischt (Seidenraupenzucht eingestellt etc., Straße gesperrt) - damit der Fahrer einen schnellen Feierabend hatte. Den bekam er - er hatte uns den Tag bereits gründlich vermiest.

Von Phnom Penh ging es mit dem Bus nach Sihanoukville. Von der Station aus einfach nur abwärts laufen, so kommt man automatisch zum Hafen von Sihanoukville und muss sich nicht von Fahrern helfen lassen. Unten am Hafen kauft man auch die Fährtickets - nicht in irgendeinem Shop vorher! Dort erhält man u.U. gefälschte Tickets! In Sihanoukville warteten wir ca. 2 Stunden auf die Fähre - genug Zeit, um uns davon zu überzeugen, das Sihanoukville im Grunde ein Puff ist. Hübsche Indonesierinnen, die sich an krebsrote dicke Engländer ohne T-Shirt (und Anstand?) anbiedern. Jede Menge Müll am Strand. Teures nach westlichem Geschmack ausgerichtetes Essen. Traurig.
Die Überfahrt nach Koh Rong war für uns aufregend und schön luftig (Schnellboot), für 80 % der anderen Reisegäste aber übelkeitserregend. Vor, hinter und neben uns übergaben sich vorwiegend die asiatischen Gäste - teilweise die gesamte fast 2 stündige Fahrt über. Am Hauptstrand von Koh Rong angekommen, sah unser Aufenthalt nicht sehr vielversprechend aus. Hier war fast noch mehr Müll am Strand als in Sihanoukville - ich traute mich nicht barfuß auf dem Sand zu gehen. Hostels und Bars säumen den Strand und waren gefüllt mit westlichen, verloren aussehenden Existenzen, die schon um die Mittagszeit herum die verschiedensten Rauschzustände genossen. Ein Glück sollten wir hier nicht nächtigen. Der Besitzer vom Coconut Beach Bungalows holte uns nach einigem hin- und her und ärgerlichen Telefonaten wie vereinbart mit einem kleinen Boot ab. Coconut Beach - ca. 20 Bootsminuten entfernt ist ein wunderschöner Strand gewesen! Wir hatten ein Bungalow (Zelte wären günstiger gewesen) mit "Hausgecko" :) Die Anlage war wunderschön und der Besitzer sehr nett mit erstaunlich gutem Englisch. Einzig allein das Essen war teuer und sehr eintönig - es gibt aber aufgrund der Abgelegenheit keine andere Möglichkeit. Man kann schnorcheln, lesen und Wanderungen zu anderen Stränden und kleinen Fischerdörfern unternehmen.
Auf unserem Weg nach Koh Chang (Thailand), stoppten wir für eine Nacht in Sihanoukville. Dort verzogen wir uns schnell aus dem Strandgebiet, hatten ein wunderbares Hotel (Zana Beach Guesthouse) und haben vorzüglich gegessen (Restaurant Nyam). Am nächsten Tag ging es mit einem Bus (am Hafen von Sihanoukville gebuchter Minibus - durchbuchen bis nach Trat) Richtung Koh Chang. Diese Strecke war unsere längste, an einem Tag zurückgelegte Strecke. Erster Bus bis zur Grenze bei Koh Kong. Dort Visumstempelei und einige Zeit auf den nächsten Minibus warten. Gepäck am besten selbst über die Grenze tragen und aufpassen - eifrige Träger schnappen sich die Gepäckstücke und verschwinden dann im Trubel irgendwohin. Man sucht aufgeregt nach seinem Gepäck und wenn man es wieder sieht, will der Träger Geld fürs tragen haben - wir sahen einige Leute, denen das passierte. Im nächsten Bus ging es bis nach Trat. Dort warten blaue SUVs, die einen zum Hafen von Trat bringen. Dort kauft man ein Ticket für die Fähre nach Koh Chang und setzt über.
In Koh Chang hatten wir unsere Unterkunft im White Sand Beach Resort. Bungalow in zweiter Reihe. Die Location an sich war super! Zwar am beliebtesten Strand, aber dort oben am äußersten Zipfel des Strandes war es sehr ruhig und schön! Zum Abendessen muss man (am besten am Strand entlang) Richtung Stadt laufen. Dort gibt es super Streetfood, aber für den, der es mag auch Restaurants. Einige bemängelten, dass der Weg entlang des Strands (15 Minuten) beschwerlich sei – wir fanden es abenteuerlich, dank Flut auch mal durchs Wasser waten zu müssen. Des Weiteren haben wir noch einen Dschungeltrek auf den höchsten Gipfel der Insel unternommen. Das war ziemlich abenteuerlich, über Stock und Stein führte uns der Guide nach oben. Ein Weg war für uns kaum oder gar nicht zu erkennen. Man muss wirklich trittsicher sein und die ein oder andere Kletterpartie meistern oder auch mal auf dem Hintern rutschen. Vorsicht vor einigen Bäumen – man will sich festhalten und sieht erst im allerletzten Augenblick, dass der Stamm mit Stacheln übersäht ist. Gute Wanderkleidung und festes Schuhwerk sind sehr wichtig (ich sage das, weil einige den Trek in weißen Leinensommerklamotten und Sandalen mitgemacht haben – diese waren hinterher nicht nur braun vor Dreck, sondern auch völlig zerschlissen und die Teilnehmer standen mehr oder weniger nackt da, Schürfwunden inklusive) genau wie ein Mückenschutzmittel (wir hatten 90% iges DEET, uns ist nichts mückentechnisch nichts passiert, außer dass es auf der Haut brannte).
Von Koh Chang ging es mit der Fähre wieder nach Trat, von dort mit dem Bus bis nach Bangkok. Diesmal nächtigten wir im Happy Hotel, das sehr sauber und modern war (und gar nicht mal teuer!). Die letzten beiden Tage ließen wir unseren Urlaub ausklingen, indem wir umher schlenderten, Streetfood genossen und über Märkte liefen. Nach unserem letzten Kokosnusseis ging es zurück nach Hause – um einige Erfahrungen, abertausende Fotos und wunderschöne Erinnerungen reicher :)

LG
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julius45
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Re: 3 Wochen Thailand/Kambodscha - Reiseroute sinnvoll?

Beitrag von julius45 » Sa 19. Jan 2019, 23:23

Ein super Bericht, Danke dir dafuer.
Passiert oft das die Leute denken wir sich bloed.
Wer nett ist ist ein Idiot denken sehr viele leider.

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